Schwitzen in der Nacht: Was die Bettdecke damit zu tun hat
Kurz gesagt: Im Schlaf gibt jeder Mensch Wärme und Feuchtigkeit ab. Kann die Decke diese Feuchtigkeit nicht aufnehmen und weitergeben, staut sie sich, und es wird feucht und warm darunter. Hilfreich sind eine leichtere Decke mit Naturfüllung wie Alpaka, Kamelhaar oder Schafwolle, ein Bezug aus Baumwolle und ein kühles, gut gelüftetes Schlafzimmer.
Sie wachen um drei Uhr früh auf, die Decke liegt schwer und feucht auf Ihnen, und Sie schlagen sie zur Seite. Zehn Minuten später ist Ihnen kalt. Das kennen viele. Oft liegt es an der Decke und am Schlafzimmer, und daran können Sie selbst etwas ändern.
Warum man unter der Decke schwitzt
Ihr Körper gibt im Schlaf ständig Feuchtigkeit ab, über die Haut und über den Atem. Oft ist von bis zu einem halben Liter pro Nacht die Rede. Diese Feuchtigkeit muss irgendwohin.
Eine gute Decke nimmt sie auf und gibt sie nach außen an die Raumluft ab. Unter der Decke bleibt es dann trocken, auch wenn es warm ist. Kann die Füllung keine Feuchtigkeit aufnehmen, bleibt sie zwischen Haut und Decke. Es wird schwül, und Sie fangen an zu schwitzen.
Die zweite Ursache ist schlicht zu viel Wärme: eine Decke, die zu warm für das Zimmer ist, ein geheiztes Schlafzimmer oder ein dicker Pyjama.
Die Füllung macht den Unterschied
Naturhaar nimmt Feuchtigkeit auf. Schafwolle, Kamelhaar und Alpaka können Feuchtigkeit in die Faser aufnehmen und später wieder abgeben. Die Decke fühlt sich dabei trocken an. Kamelhaar und Alpaka sind dabei leichter als Schafwolle, was viele Menschen, die nachts warm werden, angenehm finden.
Daunen wärmen stark. Sie nehmen Feuchtigkeit zwar auf, verlieren dabei aber an Bausch. Wer leicht schwitzt, empfindet Daunendecken oft als zu warm.
Kunstfaser nimmt kaum Feuchtigkeit auf. Polyesterfüllungen sind leicht und waschbar, die Feuchtigkeit bleibt aber eher unter der Decke. Für Menschen, die nachts schwitzen, ist das meist nicht die beste Wahl.
Einen ausführlichen Vergleich finden Sie in unserem Artikel Bettdecken-Füllungen im Vergleich.
Leichter ist oft besser
Viele greifen zu einer warmen Decke, weil sie abends beim Einschlafen leicht frösteln. Ein paar Stunden später ist dieselbe Decke zu warm. Eine leichtere Decke mit guter Naturfüllung ist für Menschen, die nachts schwitzen, oft die bessere Wahl. Sie wärmt am Anfang ausreichend und staut später weniger.
Unsere leichte Mono-Steppdecke hat 500 g Alpakavlies in 140 × 200 cm. Sie ist für Menschen gedacht, denen eine normale Decke zu warm ist. Wie Sie die passende Stärke finden, lesen Sie im Artikel Bettdecke für Sommer und Winter.
Bezug und Leintuch nicht vergessen
Die beste Füllung hilft wenig, wenn der Bezug keine Luft durchlässt. Bettwäsche aus Baumwolle oder Leinen nimmt Feuchtigkeit auf und lässt Luft durch. Bei Bettwäsche aus Kunstfaser oder mit dichter Beschichtung staut sich die Feuchtigkeit eher.
Auch von unten kommt Wärme. Eine Matratze aus Schaumstoff gibt Feuchtigkeit schlecht ab. Ein Unterbett mit Naturfüllung zwischen Matratze und Leintuch kann die Feuchtigkeit von unten aufnehmen.
Das Schlafzimmer
- Kühl schlafen: Oft empfohlen wird eine Temperatur von etwa 16 bis 18 °C.
- Lüften: Am Abend vor dem Schlafengehen und am Morgen nach dem Aufstehen gut durchlüften.
- Das Bett offen lassen: Schlagen Sie die Decke morgens zurück, statt das Bett gleich zu machen. So kann die Feuchtigkeit der Nacht entweichen.
- Die Decke an die Luft bringen: Hängen Sie Naturhaardecken an trockenen Tagen regelmäßig ins Freie. Danach fühlen sie sich wieder frisch an.
Zu zweit im Bett
Oft schwitzt nur einer, und der andere friert. Eine gemeinsame Doppeldecke ist dann für beide ein Kompromiss, der keinem passt. Zwei Einzeldecken in verschiedener Stärke lösen das: eine leichte für den, der warm wird, eine wärmere für den, der friert. Welche Größen dafür üblich sind, lesen Sie im Artikel zu Bettdeckengrößen.
Und das Kopfkissen?
Auch am Kopf schwitzt man. Ein Polster mit Naturfüllung nimmt die Feuchtigkeit besser auf als einer aus Schaumstoff oder Kunstfaser. Mehr zur Wahl des richtigen Polsters lesen Sie in unserem Artikel Das richtige Kopfkissen finden.
Wann Sie ärztlichen Rat holen sollten
Eine passende Decke und ein kühles Schlafzimmer helfen bei normalem Schwitzen. Wenn Sie aber regelmäßig stark schwitzen, auch unter leichter Decke und bei kühler Raumtemperatur, lassen Sie das bitte ärztlich abklären. Dafür ist eine Bettdecke keine Lösung.
Häufige Fragen
Welche Bettdecke ist gut, wenn man nachts schwitzt?
Eine eher leichte Decke mit Naturfüllung, die Feuchtigkeit aufnimmt und abgibt, etwa aus Alpaka, Kamelhaar oder Schafwolle. Dazu ein Bezug aus Baumwolle oder Leinen.
Warum schwitze ich unter meiner Bettdecke?
Meist ist die Decke zu warm für das Zimmer, oder die Füllung kann Feuchtigkeit nicht aufnehmen. Dann staut sich die Feuchtigkeit, die Sie im Schlaf abgeben, zwischen Haut und Decke.
Sind Daunendecken gut, wenn man schwitzt?
Daunen wärmen sehr stark und verlieren an Bausch, wenn sie feucht werden. Wer leicht schwitzt, kommt mit einer leichten Naturhaardecke oft besser zurecht.
Welche Temperatur sollte das Schlafzimmer haben?
Oft empfohlen werden etwa 16 bis 18 °C. Ist es wärmer, wählen Sie eine leichtere Decke.
Was hilft außer der Decke gegen Schwitzen in der Nacht?
Ein kühles, gut gelüftetes Schlafzimmer, Bettwäsche aus Baumwolle oder Leinen, leichte Nachtwäsche und ein Bett, das morgens auslüften darf. Bei starkem, regelmäßigem Schwitzen ist ärztlicher Rat der richtige Weg.
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