Bettdecke für Sommer und Winter: Wärmeklassen und Ganzjahresdecke

Kurz gesagt: Wie warm eine Bettdecke ist, hängt vor allem von der Füllmenge ab. Viele Hersteller teilen ihre Decken in Wärmeklassen von leicht bis sehr warm ein, eine einheitliche Norm gibt es dafür aber nicht. Eine mittlere Decke reicht für viele Menschen das ganze Jahr. Wer im Winter friert oder im Sommer schwitzt, ist mit zwei Decken oder einer Vierjahreszeitendecke besser bedient.

Im Sommer steht das Schlafzimmerfenster offen, und schon ein Leintuch ist fast zu viel. Im Jänner ist es draußen klirrend kalt, und man möchte sich am liebsten ganz eingraben. Eine einzige Decke soll beides können? Manchmal geht das, manchmal nicht.

Was Wärmeklassen bedeuten

Viele Hersteller geben die Wärme ihrer Decken in Klassen oder Stufen an, häufig von 1 bis 5. Die Einteilung ist nicht genormt, jeder Hersteller legt sie selbst fest. Als grobe Orientierung gilt:

Stufe Bezeichnung Passt zu
1 sehr leicht heißen Sommernächten, sehr warmen Räumen
2 leicht Sommer, warmen Schlafzimmern
3 mittel dem ganzen Jahr in normal geheizten Räumen
4 warm Winter, kühlen Schlafzimmern
5 sehr warm sehr kalten Räumen, Menschen, die stark frieren

Vergleichen Sie Wärmeklassen deshalb nur innerhalb einer Marke. Über Marken hinweg sagt das Füllgewicht in Gramm mehr, solange Füllung und Deckengröße gleich sind.

Ganzjahresdecke: eine für alles

Eine Ganzjahresdecke ist eine mittelwarme Decke. Sie ist im Winter warm genug, wenn das Schlafzimmer nicht zu kalt ist, und im Sommer nicht zu schwer, wenn die Nächte nicht zu heiß sind. Für viele Menschen ist das die einfachste Lösung: eine Decke, ein Bezug, kein Wechseln.

Gut funktioniert das bei Füllungen, die Wärme und Feuchtigkeit ausgleichen. Naturhaar wie Schafwolle, Kamelhaar oder Alpaka nimmt die Feuchtigkeit auf, die Sie nachts abgeben, und gibt sie wieder an die Luft ab. Die Decke fühlt sich dadurch in einer breiteren Spanne von Temperaturen angenehm an.

Vierjahreszeitendecke: zwei Decken in einer

Eine Vierjahreszeitendecke besteht aus zwei Decken, einer leichten und einer etwas wärmeren. Sie lassen sich mit Knöpfen oder Druckknöpfen verbinden.

  • Im Sommer schlafen Sie unter der leichten Decke.
  • Im Frühling und Herbst nehmen Sie die wärmere.
  • Im Winter knöpfen Sie beide zusammen.

Das ist praktisch, wenn Ihr Schlafzimmer im Lauf des Jahres sehr unterschiedlich warm ist. Der Nachteil: Zwei Decken übereinander sind etwas steifer als eine einzelne Decke mit derselben Füllmenge.

Sommerdecke und Winterdecke

Die dritte Möglichkeit sind zwei getrennte Decken. Das kostet mehr Platz im Kasten, gibt Ihnen aber in jeder Jahreszeit genau die Wärme, die Sie brauchen. Wenn Sie die Decke wechseln, lüften Sie die andere gut und lagern Sie sie trocken und luftig. Ein Plastiksack ist dafür nicht geeignet, weil sich darin Feuchtigkeit sammeln kann.

So finden Sie die richtige Stärke

Drei Dinge entscheiden mehr als die Jahreszeit:

  1. Ihr Wärmeempfinden. Manche Menschen frieren schnell, andere werden nachts warm. Hören Sie auf Ihre Erfahrung mit der bisherigen Decke.
  2. Ihr Schlafzimmer. Oft empfohlen wird eine Temperatur von etwa 16 bis 18 °C. Ist Ihr Schlafzimmer deutlich wärmer, wählen Sie eine leichtere Decke.
  3. Was Sie im Bett tragen. Wer im dicken Flanellpyjama schläft, braucht eine leichtere Decke als jemand im dünnen Nachthemd.

Wenn Sie zu zweit schlafen und sehr verschieden warm haben, nehmen Sie zwei Einzeldecken in unterschiedlicher Stärke. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel zu Bettdeckengrößen.

Unsere Stärken bei Alpadoro

Bei unseren Decken nennen wir die Wärme beim Namen: leicht, mittel und schwer. Dazu geben wir die Füllmenge in Gramm an, bei 140 × 200 cm.

Ausführung Mono-Steppdecke Duo-Decke Passt zu
leicht 500 g 725 g Sommer, warmen Schlafzimmern, Menschen, die leicht warm werden
mittel 1.000 g 1.000 g dem ganzen Jahr
schwer 1.300 g 1.300 g Winter, kühlen Schlafzimmern, Menschen, die leicht frieren

Die Mono-Steppdecke hat eine Lage Vlies, ist leicht und schmiegt sich gut an. Die Duo-Decke ist zweilagig gearbeitet und wirkt dadurch bauschiger. Wenn Sie zwischen zwei Stärken schwanken, nehmen Sie die leichtere. Alpakavlies wärmt schon mit vergleichsweise wenig Gewicht, und eine zu warme Decke stört den Schlaf mehr als eine etwas kühlere.

Häufige Fragen

Was ist eine Ganzjahresdecke?

Eine mittelwarme Bettdecke, die im Sommer nicht zu schwer und im Winter warm genug ist. Sie eignet sich für normal geheizte Schlafzimmer und Menschen ohne starkes Kälte- oder Wärmeempfinden.

Was ist eine Vierjahreszeitendecke?

Zwei Decken in verschiedener Stärke, die sich mit Knöpfen verbinden lassen. Die leichte allein ist für den Sommer, die wärmere für Frühling und Herbst, beide zusammen für den Winter.

Was bedeutet Wärmeklasse 3 bei Bettdecken?

Bei den meisten Herstellern steht Stufe 3 für eine mittelwarme Decke, also eine Ganzjahresdecke. Die Einteilung ist aber nicht genormt. Vergleichen Sie deshalb besser das Füllgewicht.

Welche Bettdecke ist für den Sommer geeignet?

Eine leichte Decke mit einer Füllung, die Feuchtigkeit gut aufnimmt, zum Beispiel Alpaka, Kamelhaar oder Seide. Unsere leichte Mono-Steppdecke hat 500 g Alpakavlies.

Welche Bettdecke wärmt am besten?

Am meisten wärmt eine Decke mit hoher Füllmenge. Pro Gramm wärmen Daunen am stärksten, Naturhaar wie Alpaka und Schafwolle gleicht dafür besser aus, wenn Sie nachts warm werden.

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